Nahwärmeversorgung Äußere Helde - Palatin

Statement von Klaus Deschner für die CDU-Fraktion in der Gemeinderatssitzung vom 20.11.2013.

"Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen,

zur Planung und Berechnung der Fernwärmeversorgung für Palatin und Äußere Helde hatten wir uns sachverständigen Verstand eingeholt, der uns vor über 1 ½  Jahren eine Planung  und Kostenrahmen vorlegte. 

Bei der Äußeren Helde haben wir gegenüber den Eigentümern im 1. Bauabschnitt die vertragliche Verpflichtung übernommen, dass wir eine zentrale Wärmeversorgung bereit stellen; im Gegenzug haben wir den Eigentümern einen Anschlusszwang auferlegt.

Das war im Frühjahr 2006; der überwiegende Teil der CDU-Fraktion wollte in diesem  Baugebiet den Anschlusszwang  nicht; den Mehrheitsbeschluss des Gemeinderates haben wir aber mitgetragen.

Grundsätzlich ist es aus Umweltgesichtspunkten schon besser, wenn nur eine Wärmeerzeugungseinheit vorhanden ist statt vieler einzelner Heizeinheiten.

Wir haben zuvor und in der Folgezeit zentrale Versorgungseinheiten befürwortet, wenn sie wirtschaftlich und ökologisch machbar waren.

Beim Palatin als „öffentlichem Gebäude“, ist eine neue Heiz- und Versorgungsanlage zu installieren, die ebenfalls allen neuesten Wertrichtlinien entspricht.

Das war und ist die Ausgangslage.

Da die im Juli vorgelegte Entwurfsplanung gegenüber den ursprünglichen Annahmen erhebliche Kostensteigerungen wurde ein anderer Gutachter, die MVV, zur erneuten Prüfung beauftragt. Über deren Ergebnisse beraten wir heute und wir empfehlen, dass wir auch entscheiden.

Ich will an dieser Stelle kurz eingehen auf  die von der FDP in einigen Presse-Lesermeinungen dargestellte Verteufelung von „Nahwärmeversorgung“ im allgemeinen und  Schlechtmachung eines Nahwäremeverbundes auf der Achse Palatin – Äußere Helde

 Diese dort geäußerten Ansichten sind verantwortungslos gegenüber der Umwelt und gegenüber Bürgern, die diese Art der Versorgung teils seit Jahren nutzen. Zum anderen werden Tatsachen von dem FDP-Vorsitzenden falsch –bewusst unwahr- dargestellt

eine Kostenverschiebung zu Lasten der Wassergebühren, wie sie die FDP behauptet, gibt es nicht und ein Pellet-Kraftwerk, das  Gegenstand einer frühen ersten Planung war, steht  längst nicht mehr ernsthaft zur Diskussion.

In dem von der MVV vorgelegten Energieeffizienzbericht ist klar ausgeführt, dass die Realisierung der „Insellösungen“ an zwei Standorten, nämlich Palatin und z.B. Schulwiesenweg für die Äußere Helde, zu höheren jährlichen Betriebsverlusten führt als eine zentrale Erzeugung an nur einem Standort, nämlich Palatin.

Wie ich eingangs schon darauf hinwies, sind wir verpflichtet, beide Gebiete (Palatin und Äußere Helde) mit Wärme zu versorgen. Dem können wir uns nicht entziehen.

Jede einzelne Versorgungslösung ist teurer; also stimmen wir der Lösung: „Zentrale Erzeugung am Standort Palatin“ zu und nehmen dabei zähneknirschend einen erheblichen jährlichen Betriebsverlust in Kauf.  Wobei wir für die  Zukunft hoffen, dass dieses Defizit sich verringern wird   .

Die bisher getätigten Investitionen in die Versorgungsleitung Palatin zur Äußeren Helde, brauchen und sollen selbstverständlich nicht abgeschrieben werden.

Jeder, der an diesem Leitungsstrang liegt, hat die Möglichkeit, sich an die Nahwärmeversorgung anschließen zu lassen.

Mit jedem weiteren Anschluss wird der prognostizierte Betriebsverlust geringer. Das ist die Hoffnung , von der ich gerade sprach. Und  diese Hoffnung ist realistisch, denn wenn ein privater Eigentümer irgendwann einmal seine Heizungsanlage erneuern muss, dann hat er im Anschluss an die vorhandene Leitung eine saubere, kosteninteressante Alternative."    

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