"Die Arbeit im Fußballgeschäft ist schon ein wenig verrückt!"

Delegation der Jungen Union Rhein-Neckar besuchte die Rhein-Neckar-Arena

Sinsheim. Es sind ereignisreiche Tage bei der TSG 1899 Hoffenheim. Die Geschwindigkeit des Profisports, das neue Stadion und die neuen Netzwerke, sowie das Marketing fordern eine hohe Belastbarkeit und Flexibilität von allen Mitarbeitern. So auch von dem Gastgeber, der gut gelaunt eine Delegation der Jungen Union (JU) Wiesloch un der Rhein-Neckar an der Pforte des Stadions begrüßte. Gestern empfing er noch Krassimir Balakov und den bulgarischen Fußballverband, Morgen trifft .  

Ein besonderer Stolz schwang während der ganzen Führung mit. "Alles ist genau nach unseren Plänen umgesetzt worden", so Rotthaus. Zwar gab es beratende Innenarchitekten und Designer, aber die letzte Entscheidung wurde immer aus seiner Abteilung getroffen - und das sei auch heute noch so. Keine anonyme Betreibergesellschaft, sondern der "Verein" selbst kümmert sich um die Gestaltung und die Einrichtung der Arena.

Rotthaus begann die Führung im Buisness-Seat-Bereich und bei den Logen. Er verwies auf die Notwendigkeit Fußball auch als gesellschaftliche und wirtschaftliche Plattform zu verstehen, bei dem Netzwerke geknüpft werden. Jeder Platz und jede Loge seien verkauft und mit der aktuelle Warteliste könnte man den Bereich fast nochmals füllen. Daniel del Valle von der JU Wiesloch wollte von Herrn Rotthaus wissen, weshalb man denn „nur“ für 30.000 Zuschauer geplant habe. Jochen A. Rotthaus betonte wie seriös 1899 geführt wird und machte deutlich, dass dies eine richtige Größe sei, denn man müsse das Stadion ja auch füllen, wenn es sportlich nicht so gut läuft wie derzeit. Konzerte im Stadion zu veranstalten sei zwar möglich, aber dies sei auf Rücksichtnahme auf den Rasen nicht angedacht.

Interessante Einblicke gab es auch zum Thema Technik und Multimedia. Im VIP-Bereich gibt es nach dem Spiel exklusive Interviews und von jedem Platz aus ist ein Bildschirm einsehbar, auf dem die Nachbereitungen, Wiederholungen und die Analyse des Spiels zu sehen ist. Die ganze Technik soll bald von einem Regieraum aus gesteuert werden.

"Aber man muss schon ein wenig verrückt sein im Fußballgeschäft", so der Manager. Die Arbeit am Samstag sei selbstverständlich, da samstags die Spiele stattfinden. Der Pressesprecher müsse für Nachfragen auch Sonntags zur Verfügung stehen und unter der Woche sei soviel abzuarbeiten, dass vor 23:00 Uhr selten ein Mitarbeiter Feierabend habe.

Rotthaus führte noch durch den Presseraum und die Gästekabine, sowie auf das "heilige Grün". Alle JU'ler setzen sich auch auf die Trainerbank und genossen die Atmosphäre des flutlichterhellten Stadions. Detaillierte Nachfragen streiften einige Themen. So fragte beispielsweise Adrian Seidler, stellvertretender Vorsitzender der Jungen Union Wiesloch, nach der Namensgebung des Stadions. Das Konzept sei, so Jochen Rotthaus, die Metropolregion in den Vordergrund zu stellen. Im Moment fördern fünf große Firmen der Region diesen Namen. Der Vorteil sei auch bei der Frauenweltmeisterschaft spürbar - zwar müssen alle Werbebanner abgehängt werden, aber der Name Rhein-Neckar-Arena darf natürlich stehen bleiben. Die Firmen erhalten dafür Zugang zum Stadion und ein entsprechendes Werbepaket.

Thomas Bening, bedankte sich als JU-Kreisvorsitzender im Namen der Runde bei Jochen A. Rotthaus für seine Zeit und für die interessante Führung. Die Junge Union Rhein-Neckar sei begeistert von der großartigen Entwicklung der TSG 1899 Hoffenheim und dem sich daraus ergebenden Potential für die Zukunft und die Region. 

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