CDU-Fraktion stimmt interkommunaler Kooperation ausdrücklich zu

Auch ein Radschnellweg ist ein Straßenbauprojekt und die Planung sowie der Bau folgt bestimmten Abläufen. Beim Radschnellweg HD-Wiesloch sind zudem mehrere Kommunen beteiligt. Die Kooperationsvereinbarung ist ein wichtiger Baustein zur Realisierung der Radschnellverbindung.
Wir stimmen heute über den Abschluss der Kooperationsvereinbarung unserer Stadt mit den Städten Leimen und Walldorf, den Gemeinden Sandhausen und Nußloch sowie dem Rhein-Neckar -Kreis zur gemeinsamen Realisierung der interkommunalen Radschnellverbindung zwischen Heidelberg und Walldorf/Wiesloch ab.

Die CDU Fraktion hat sich bereits im Vorfeld klar zu der Realisierung einer Radschnellverbindung in diesem Bereich ausgesprochen.
Radschnellverbindungen sind ein wichtiger Baustein in der Mobilitätswende und damit zur klimafreundlichen Lebensweise von uns Menschen.
Der Standard dieser RSV ist sehr hoch: möglichst 4 m breite Straßen, hohe Belagsqualität, direkte Routenführung, große Radien, wenig Kreuzungen, wenn, dann möglichst bevorzugte Führung von Radfahrern, sollen die Reisegeschwindigkeit erhöhen.

Es macht Sinn großen Arbeitszentren mit Radschnellverbindungen erreichbar zu machen, sie sind ein wichtiger Baustein hin zu einer klimafreundlichen Lebensweise.

Allerdings wird die Realisierung auch Konfliktfragen auf den Tisch bringen.
Wenn diese Trasse möglichst ohne Stopps und andere Beeinträchtigungen auskommen soll, dann wird an einigen Stellen zusätzliche Flächenversiegelung notwendig sein. Schon allein die Verbreiterung der bestehender Strecken von 3 auf 4 Meter bedeutet eine zusätzliche Versiegelung von 33%. Will man dies umgehen und sich größtenteils auf bestehenden Feld-Wegen orientieren, muss man die Erreichbarkeit der Felder für Landwirte sicherstellen, ansonsten drohen vorprogrammierte Konflikte.
Auch Spaziergänger, Hunde Gassi Geher, vereinzelter Autoverkehr muss sinnvoll verlagert werden.
 
Die Frage nach möglichen Naturschutzgebieten oder bestehenden Biotopen im Verlauf der Vorzugstrasse und den Umgang mit diesen wird Zeit in Anspruch nehmen und wird gelöst werden müssen.

Um wenig Zeit zu verlieren sollten an diesem Thema schon parallel zur Antragstellung gearbeitet werden.

Ein Beispiel aus unserem Stadtrat:
An der Frage der Beleuchtung von einer Radwegverbindung zwischen Rauenberg und Wiesloch, sehen wir, wie schwierig es wird im Außenbereich eine hochwertige Verbindung für Radfahrer einzurichten, wenn man nicht die Möglichkeit hat, im Bereich Natur-, Umwelt,-Arten- und Klimaschutz abzuwägen und Prioritäten anzuerkennen und nach diesen Entscheidungen herbeizuführen.Die Beleuchtung dieser nur sehr kurze aber sehr sinnvolle Verbindung steckt in einer Sackgasse.

Die Federführung des Projektes Radschnellweg haben wir von Anfang an Interkommunal und beim Rhein-Neckar-Kreis gesehen, damit die Koordination der Finanzierung (Zuschüsse von EU, Bund und Land) und Planung unter den vielen beteiligten Kommune optimal verläuft. Betrachtet man den Streckenverlauf auf Gemarkungen jenseits unserer Stadtgrenzen, wird klar, dass Wiesloch nur einen sehr kleinen Teil besteuert. Von Anfang an haben wir daher auch das Vorgehen der Verwaltung hierbei befürwortet.

Ausdrücklich Begrüßen wir, dass im Vertrag auch die Öffentlichkeitsarbeit und die Bürgerbeteiligung verankert sind.

Aber dies bedeutet, wenn wir ehrlich sind auch: Dieser Prozess wird weiter Zeit brauchen. Indes ist nach Fertigstellung eine Zuständigkeit noch nicht geklärt: Radschnellverbindungen müssen nach der Errichtung auch gereinigt, gewartet und Instandgehalten sowie (hoffentlich) beleuchtet werden.
Am Ende dieses Prozesses müssen Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten geprüft und festgelegt werden.

Wir stimmen der Vorlage ausdrücklich zu.
(BD)